Yukio Fujimoto [J]

18 x 18 (beckoning and spreading)
Installation, 2008
18 Stücke für Spieluhren, 18 Readymades

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Sobald man einen kleinen Stein niederlegt oder eine Linie zieht, erscheint als erstes, und selbst wenn dieser von nichts umgeben ist, ein Raum. Die Objekte werden zu einer Grenze und der Raum zieht dich hinein. Anderseits, wenn es um die eigene Erfahren geht, haben Dinge die man über die Sinnesorgane wahrnimmt den Charakter sich vom Zentrum des Körpers ausgehend wegzubewegen, sich wellenartig in ein Umfeld auszubreiten.

Ein Raum existiert und die Erfahrungen die man in ihm macht führen zu einer Situation in etwas Hineinfliessendes und etwas Herausfliessendes kollidieren.

Mein Interesse gilt der Frage wie Leicht und mit wie viel Spannung diese Begegnungen mit Grenzen erzeugt werden können.


Yukio Fujimotos Klangarbeiten zeichnen sich in erster Linie durch ihre Stille aus, sowie den außergewöhnlich weiten Raum den diese zu umschließen scheint. Dabei arbeitet der nicht nur ästhetisch zum Minimalismus neigende Künstler mit kleinen von der Hand des Publikums aufzuziehenden manipulierten Spieluhren. Die für diesen Vorgang zu überwindende Distanz steht in Korrelation zu der physischen tragweite der Klänge. Es beginnt ein Wettlauf mit der eigenen Wahrnehmung.

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Installationen im Hohlkörper
22. Juni 2008 // So // ab 16 h
Eröffnung

Takehisa Kosugi [J]
Hiroko Ichihara & Shinichi Yanai [J]
Yukio Fujimoto [J]

Installationen tägl. geöffnet
23.–29. Juni 2008
15–19 h
letzter Einlass 18:30

Hiroko Ichihara & Shinichi Yanai [J]

Play Room

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Die Arbeiten der Künstlerin Hiroko Ichihara basieren stets auf knappen, selbstverfassten Texten, die sie mit dem immer gleichen weit verbreiteten Schriftfond auf Tüten, Hochhäuser, Fahnen, Zettel und in Büchern drucken lässt. Die mindestens doppeldeutigen Kommentare zielen auf ein zufälliges Publikum und fließen als diskrete Irritationen in den japanischen Alltag ein. Shinichi Yanai konzentriert sich in seiner künstlerischen Arbeit auf Randerscheinungen: Staub, Löcher, Gerätelämpchen oder die Lichtschatten von Fernsehbildern auf einer Leeren Wand werden so ins Zentrum der Betrachtung gerückt. In Ihrem zweiten gemeinsamen Projekt verlassene sie ihre etablierten Positionen und bestücken die Deutzer Brücke mit einem endlosen und nur mit Kondition zu erfahrendem Hüpfparcours.


– Spielen mit den Werken
– Spielen mit den Dingen, die wie Werke aussehen
– Allein spielen / Gemeinsam spielen
– Ab und zu ein wenig ausruhen
– Aufräumen gehört auch dazu

Play Room
Installation 1/Ken Ken Pa

Play Room
Installation 2/Gummiband/Ayatori

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Installationen im Hohlkörper
22. Juni 2008 // So // ab 16 h
Eröffnung

Takehisa Kosugi [J]
Hiroko Ichihara & Shinichi Yanai [J]
Yukio Fujimoto [J]

Installationen tägl. geöffnet
23.–29. Juni 2008
15–19 h
letzter Einlass 18:30

Takehisa Kosugi [J]

Quintet, Installation, 2008

Fünf Tongeneratoren erzeugen verschiedene Klangmuster, die von den im Raum hängenden Lautsprechern wiedergegeben werden. Gleichzeitig bewirken sie auch Fluktuationen im Leuchten von LEDs die – teilweise von Sand bedeckt – auf dem Boden angeordnet sind. Die gleichen elektrischen Wellen werden also in Klang und Licht übersetzt und erzeugen so eine komplexe audio-visuelle Arbeit als Mixed-Media-Installation.


Takehisa Kosugi, der dieses Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, ist einer der Altmeister der experimentellen Musik in Japan. Als Mitbegründer der legendären Gruppen Ongaku und Taj Mahal Travellers war er maßgeblich für die Entdeckung des Fluxus in Japan verantwortlich und unterhielt enge Kontakte zu John Cage und der Merce Cunnigham Dance Company, deren musikalischer Leiter er seit 1978 ist. Seine seltenen Auftritte (noch seltener in Europa) zählen zu den Höhepunkten u.a. der Donaueschinger Musiktage 1993.

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Installationen im Hohlkörper
22. Juni 2008 // So // ab 16 h
Eröffnung

Takehisa Kosugi [J]
Hiroko Ichihara & Shinichi Yanai [J]
Yukio Fujimoto [J]

Installationen tägl. geöffnet
23.–29. Juni 2008
15–19 h
letzter Einlass 18:30