VIERUNDZWANZIG STUNDEN

bm18_jw16.–7. Juli 2012 / Freitag auf Samstag
14–14 h

In der Brücke:
Christian Jendreiko (D)
PFEILE DER SEHNSUCHT NACH DEM ANDEREN UFER
Aktion für 24 Stunden, 6 Akteure, 6 elektrische Gitarren, 6 Verstärker & die Deutzer Brücke

Akteure:
Nicola Hein – Düsseldorf
Timo Hein – Musiker, Düsseldorf
Christian Jendreiko – bildender Künstler, Düsseldorf
Ludwig Abraham – Komponist, Musiker, Essen
Martin Phelps – Musiker, Paris
Volker Zander – Musiker, Köln
Roman Tönjes – visueller Künstler, Düsseldorf
Merlin Baum – visueller Künstler, Düsseldorf
TBA – visueller Künstler, Düsseldorf

Obwohl Christian Jendreikos Aktion im Inneren der Brücke sich in ihrem Tonmaterial auf den „Schreckensakkord“ aus der Beethovensymphonie bezieht, verfolgt sie einen anderen Ansatz. Die Akteure werden von Texten geleitet, „die wie Betriebs-Systeme funktionieren, um Punkte zu finden, an denen der Umgang mit einem Musikinstrument zur Kunst wird. Der Zugriff auf das Instrument erfolgt dabei aus unterschiedlichen Perspektiven, unter denen die musikalische nur einen Aspekt darstellt. Die Aktionen entfalten sich in der Beschäftigung der Akteure mit den Aktionstexten.“ (Zitat Jendreiko). Dabei ist die Gruppe von Individuen, die sich mittels der Texte und ihrer Instrumente durch die vierundzwanzig Stunden bewegt, frei in allen Entscheidungen, auch der der Präsenz. Das Publikum kann dem beiwohnen wie einem ausgedehnten Ritual oder einer extremen Form von Reality TV.

myspace.com/christianjendreiko
www.apparent-extent.com

Leif Inge

Der norwegische Konzeptkünstler Leif Inge (geboren 1970) lebt und arbeitet seit seinem Studium an den Kunsthochschulen Trondheim und Helsinki als Künstler in Oslo. International in Ausstellungen vertreten, entwickelt er seine Ideen jenseits von Genregrenzen und vor allem ohne scheinbare Zusammenhänge. Und so gibt es neben dem weltweit präsenten „9 Beet Stretch“ auch Arbeiten die sich auf den Windschutzscheiben von Autos abspielen und entfernt an Tiffanylampen erinnern, Bemalungssyteme für Kühe, oder Anregungen zur sinnvollen Weiterverwendung menschlicher Überreste, wie zum Beispiel dem Vogelhäuschen „Postleif“, das schlicht aus einem umfunktionierten menschlichen Schädel mit einem großen Loch besteht.

Christian Jendreiko

Zentrales Element der Musik und Kunst des Düsseldorfers Christian Jendreiko (*1969) sind Fragen der Wahrnehmung eines Vorgangs und der eigenen Positionierung darin. Nach langer intensiver Arbeit als Teil des Kollektives „Hobby Pop Museum“ entstanden in den letzten Jahren zunehmend Einzelprojekte von oft ortsbezogenem, raum- und zeitgreifendem Charakter. Die international präsentierten Werke sind dabei einerseits konzeptueller Natur und reichen von Konzerten über Installationen bis hin zu einer Buchveröffentlichung. Andereseits offenbart sich der Inhalt niemals in dem Verstehen der Idee, sondern erst in dem persönlichen, intimen Dialog der von offenen Formen und den Strukturen der Konzepte begünstigt.

www.myspace.com/christianjendreiko