Peter Ablinger

Peter Ablinger, geb. 1959, besuchte zunächst eine Grafikschule in Linz, bevor er Jazzklavier und Komposition in Graz und Wien studierte. Seit 1982 lebt er in Berlin. Als Querdenker zwischen klanglichen und visuellen Erscheinungsformen genießt Peter Ablinger internationales Ansehen. 2010 erhielt er den Deutschen Klangkunstpreis. Peter Ablinger sieht sich einem erweiterten Musikbegriff verbunden. Seine Installationen, „musikalischen Situationen“ und konzeptuellen Kompositionen schärfen die Aufmerksamkeit und die Wahrnehmung und stellen Bezüge zwischen Klang, Musik und Wirklichkeit her. Er untersucht die Grundbedingungen des Hörens und bezieht dabei alle möglichen Parameter einer Situation in eine Arbeit ein – von Raum und Institution über Interpret*innen, Aufführungsritual und Publikumserwartung, bis zu physischen und psychischen Voraussetzungen des Hörens und von Wahrnehmungsprozessen. Je nach Raum und Situation kann seine Arbeit ganz unterschiedliche Form annehmen – etwa als Installation, Instrumental-Performance, elektronische Arbeit oder gar als Hinweisstück, das nur aus einer schriftlichen Anweisung besteht und die Musik im Kopf des Publikums entstehen lässt. In den vergangenen Jahrzehnten war Peter Ablinger immer wieder in Köln (u.a. Diözesanmuseum, MusikTriennale, Moltkerei, SoundART, Acht Brücken) und Nordrhein-Westfalen (Wittener Tage für neue Kammermusik) präsent.

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Peter Behrendsen

geb. 1943, Hörfunkregisseur und -autor, lebt in Köln. Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Soziologie an der Uni Köln; autodidaktisches Studium der elektronischen Musik; in den 70er und 80er Jahren Mitglied des Ensembles von Josef Anton Riedl; langjähriger Mitarbeiter von Klaus Schöning beim WDR-3 Hörspielstudio/Studio Akustische Kunst. Seit 1987 Organisation und Realisation vieler audio-visueller Projekte (u.a. 1995 bis 2004 „BrückenMusik“ im Hohlkasten der Deutzer Brücke in Köln). Performer alter und neuer Kompositionen der experimentellen Live-Elektronik; Performer/Komponist eigener live-elektronischer, elektro-akustischer sowie Text-Sound-Stücken. 01Betrachtet als seine wichtigsten Einflüsse John Cage, Alvin Lucier, Jackson Mac Low und David Tudor, mit denen er mehrfach zusammengearbeitet hat. Mit Tudor u.a. 1991 bei „David Tudor and Friends“ anläßlich des 50-jährigen Bestehens des elektronischen Studios des WDR.

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Jens Brand

Jens Brand wurde 1968 in Dortmund geboren. 1988-94 studierte er an der Kunstakademie Münster. Infolge von Erfahrungen mit Künstlerinitiativen wie dem „Het Apollohuis“ in Eindhoven (Paul Panhuysen) oder der „Experimental Intermedia Foundation New York“ (Phill Niblock) wandte er sich der Konzeptkunst und der Experimentellen Musik zu. Seither entstanden eine Vielzahl von Installationen, Musik-Performances und intermedialen Projekten.

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